Schlagwort: bücher (Seite 1 von 26)

Was übrig bleibt:

Mir kam in den Sinn, dass Tony vielleicht deshalb so gerne trank, weil er auch auf Zeitreisen stand. Eine halbe Flasche Schnaps half ihm dabei, alle Probleme von heute auf morgen zu verschieben. Und ein paar Schlucke mehr brachten ihn dazu, alle Energie von morgen mitzunehmen und heute zu verschleudern.

Femi Fadugba – The Upper World

Originalpost auf „was übrig bleibt“, eine Sammlung unterstrichener Sätze, gefundener Worte & liegengebliebener Gedanken aus Büchern, die wir lesen und lieben.

Was übrig bleibt: „Oder wie es schon vor einem Jahrhundert der Soziologe Max Weber formulierte: Der moderne…“

“Oder wie es schon vor einem Jahrhundert der Soziologe Max Weber formulierte: Der moderne Kulturmensch kann vom stetig wachsenden Berg an Informationen ‘nur den winzigsten Teil’ erhaschen, ‚und immer nur etwas Vorläufiges, nichts Endgültiges’; darum ist er, anders als etwa ein Landwirt der Vormoderne, niemals ‚lebensgesättigt’, sondern höchstens ‚lebensmüde’.”

Schnecken, ein Portrait von Florian Werner
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Was übrig bleibt: „Seit ich klein war, hatte mein Vater mir beigebracht, dass die Welt schlecht ist. Die Welt ist…“

“Seit ich klein war, hatte mein Vater mir beigebracht, dass die Welt schlecht ist. Die Welt ist schlecht, und der Mensch ist auch schlecht. Trau keinem, geh nicht mit Fremden und so weiter. Das hatten mir meine Eltern erzählt, das hatten mir meine Lehrer erzählt, und das Fernsehen erzählte es auch. Wenn man Nachrichten guckte: Der Mensch ist schlecht. Wenn man Spiegel TV guckte: Der Mensch ist schlecht. Und vielleicht stimmte das ja auch, der Mensch war zu 99% schlecht. Aber das Seltsame war, dass Tschick und ich auf unserer Reise fast ausschließlich dem einen Prozent begegneten, das nicht schlecht war.”

Tschick von Wolfgang Herrndorf
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Was übrig bleibt: „Hab’s in der Mitte gemacht. Das Kreuz, Hanni, weil du ja gemeint hast, soll keinen Blödsinn…“

“Hab’s in der Mitte gemacht. Das Kreuz, Hanni, weil du ja gemeint hast, soll keinen Blödsinn machen, aber. Hab dann nicht gewusst, wo die Blödheit mehr zu finden ist, auf der einen Seit oder auf der anderen. Weil, wenn einer dafür ist, dann lauft der nur mit und fällt hin, in diesem Laufen, aber wenn einer dagegen, dann laufen’s ihm alle dagegen, das haut ihn doch auch nur um. Wo stehst dann, Hanni? Wo?”

Die Gegenstimme von Thomas Arzt, beim Residenz Verlag
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