Manche Bücher kommen von sich aus zu einem. So auch Nächsten Sommer von Edgar Rai. Ich sah das Buch im Buchhandel liegen und das Cover sagte, Nimm mich mit! Aber ich las den Buchrücken und dachte, Nee, das hört sich nach 0815 an. Eigentlich sollte ich das mittlerweile besser wissen, dass die Texte hinten drauf nicht immer die Wahrheit sagen. Ich lasse das Buch also liegen. Zwei Tage später aber hänge ich im Zimmer meiner Schwester rum und sehe dort das Buch im Regal stehen und sage, Hey, ich war vor kurzem in der Buchhandlung und das Cover sagte, Nimm mich mit, und so weiter.

Diesmal nahm ich es mit. Gute Idee! Ich brauchte nur zwei Tage, um es durchzulesen. Aber es waren zwei tolle Tage! Es geht um Freunde, die spontan in einen alten VW-Bus (Ein T3, nicht der Bus auf dem Cover. Steht nicht im Buch, aber ich habe Edgar Rai gefragt.) steigen und auf die Reise von Berlin nach Frankreich sind. Allein die Beschreibung, wie Felix am Steuer sitzt und im Rückspiegel Menschen sitzen sieht, die ihm was bedeuten und einer davon auch noch Gitarre spielt… Dieses Gefühl kenne ich nur allzu gut! Der Roman hat mir die beiden Tage zum Sommer gemacht. Ich habe immer noch ein extrem gutes Gefühl im Bauch und ein Lächeln auf den Lippen. Ein Road Trip, gute Musik, Frauen und VW Busse. Alles im Nächsten Sommer. Kann man machen. Macht sich sehr gut.

Nach der Lektüre habe ich herausgefunden, Edgar Rai hat auch den Roman zu „Die fetten Jahre sind vorbei“ geschrieben hat und unter anderem „Homecoming“ übersetzt. Wird nicht mein letztes Buch von ihm gewesen sein.

Nächsten Sommer von Edgar Rai erschien beim Aufbau Verlag.