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Anleitung: Wie man auf Startnext spendet.

Seit anderthalb Monaten läuft meine Startnext-Kampagne für das #incommunicado-Hörbuch. Bei allem positiven Feedback sind solche Kampagnen auch extrem zermürbend.

Eine Sache, die ich in diesen sechs Wochen oft gehört habe, ist, wie kompliziert es ist, auf Startnext zu spenden.

Ja, ein Projekt auf einer Crowdfundingseite zu unterstützen ist nicht so einfach, wie bei Amazon mit einem Klick etwas zu bestellen. Aus gutem Grund, Startnext steht dafür gerade, dass die Projekte, aber auch die Unterstützer abgesichert sind. Projekte hätten ein Problem, wenn jemand erstmal eine große Summe bereitstellt, diese aber dann plötzlich zurückzieht. Unterstützer wollen ihre Bankdaten nicht jedem geben. Damit all das gewährleistet ist, gibt es dieses System.

Damit ihr trotzdem die Projekte, die euch am Herzen liegen, unterstützen könnt, habe ich diese Anleitung geschrieben:

  1. Auf Startnext registrieren
    Am oberen rechten Rand befindet sich der Button zur Registrierung.
    Bei einem verfügbaren Facebook oder Google+ Account könnt ihr euch damit anmelden. Oder ihr macht es ganz klassisch per Mailadresse, Name und Passwort (Wenn ihr euch bei einem guten Passwort schwer tut, nehmt eine Passphrase). Dann müsst ihr noch eure Mailadresse bestätigen. Dafür geht ihr in euren Mailaccount und findet diese Nachricht. Dort müsst ihr auf den Link klicken, damit Startnext weiß, dass das wirklich eure Mailadresse ist.
    Damit habt ihr ein Profil auf Startnext. Gratulation! Ihr könnt das noch mit Bild und mehr Infos versehen, ist aber nicht notwendig. Jetzt geht ihr zu dem Projekt, das ihr unterstützen wollt.
  2. Unterstützung aussuchen

    Auf jeder Projektseite gibt es rechts neben dem Projektvideo die Auflistung der Dankeschöns (auf anderen Plattformen werden sie auch „Rewards“ genannt). Ihr habt hier zwei Möglichkeiten, entweder unterstützt ihr mit einem freien Betrag, oder ihr sucht euch eines (oder mehrere) der Dankeschöns aus.
    Wenn ihr sie ausgewählt habt, kommt ihr in sowas wie den Kassenbereich.
  3. Bezahlen
    Hier seht ihr die Übersicht eurer gewählten Dankeschöns (a). Dann entscheidet ihr die Bezahlmethode (b). Bedenkt, dass Geld wird immer erst dann abgebucht, wenn das Projekt wirklich erfolgreich finanziert ist. Deshalb ist eine Crowdfundingseite auch komplexer aufgebaut, als ein einfaches Spendenformular.
    Dann werdet ihr im gelben Bereich dazu aufgefordert, Startnext selbst zu unterstützen (c). Ob ihr das macht, sei euch überlassen. Dann seht ihr den Gesamtbetrag (d), der sich aus euren Dankeschöns und euren Beitrag für Startnext zusammensetzt. Den Haken für den Newsletter müsst ihr nicht setzen, aber den Nutzungsbedingungen müsst ihr zustimmen, sonst geht es nicht weiter. Dann müsst ihr nur noch auf den grünen Button (f) klicken. Daraufhin öffnet sich ein Fenster, bei der ihr je nach gewählter Bezahlmethode eure Daten eingeben müsst, damit das Geld bei erfolgreicher Finanzierung abgebucht werden kann.

Das war’s! Ihr seht, mit ein wenig Geduld kriegt man auch das hin. Wenn ihr euch gleich mal ausprobieren wollt, schaut euch mein Hörbuch an, ich freue mich, wenn wir das zusammen hinbekommen.

Led Zeppelin, The Walking Dead & Co. – 5 Beispiele, warum wir über das Urheberrecht reden müssen.

Erst hört es sich so einfach an: Du machst ein Buch, einen Song, einen Film, ein Bauwerk, irgendeine Art von Kunst, also gehört es dir. Du hast das Urheberrecht und keiner darf es als seines ausgeben oder verkaufen, ohne dich daran zu beteiligen. Das Recht der Kopie, das Copyright liegt bei dir.  Und dann ist es eben überhaupt nicht einfach.

Kunst entsteht nicht aus sich heraus. Kunst ist inspiriert, vom Leben, vom Ereignissen, von schon existierender Kunst. Aber wann ist etwas inspiriert, wann ist es geklaut? Was passiert, wenn der Schöpfer stirbt, wem gehört es?

Die jeweiligen, in jedem Land nochmal unterschiedliche Gesetze werden zwar immer wieder verändert, sie kommen aber mit der schnellen Entwicklung unseres Verständnisses von Kreativität und Kultur nicht hinterher. Die heute gültigen Gesetze können nicht abdecken, was an Kreativität im digitalen Umfeld produziert wird. Fast jedes GIF verletzt das Copyright.

Hier sind 5 weitere Beispiele, die zeigen, warum wir dringend über das Copyright reden müssen:

  1.  „Stairway to heaven“ von Led Zeppelin
    David Pachali von iRights.info hat mich darauf aufmerksam gemacht, also zitiere ich ihn:

    Vergangene Woche hat der Prozess im Plagiatsstreit um Led Zeppelins „Stairway to Heaven“ begonnen. Falls die Band den Streit verliert und die Schutzschwelle gesenkt werde, würden damit am Ende die drei großen Majorlabels und Musikverlage gestärkt, meint der Kommunikationswissenschaftler Aram Sinnreich. Diese hätten dann ein neues Instrument, um gegen musikalisches Schaffen außerhalb ihrer Kataloge vorzugehen.

    Wenn ihr könnt, lest euch durch den englischen Artikel, der ziemlich genau aufzeigt, wieso Led Zeppelin eigentlich nicht verlieren kann und warum Led Zeppelin auch nicht verlieren darf.

  2. „The Walking Dead“
    Ich zitiere René von Nerdcore:

    Bigtime-Bullshit-Alarm von AMC, dem Sender mit den Walking Deads und den Breaking Bads und den Preachers. Die drohen der Fan-Website The Spoiling Dead mit dem Anwalt, weil die spoilern und über zukünftige Handlungsverläufe spekulieren. Genauer: AMC schickte denen einen Cease and Desist-Letter (sowas wie eine Unterlassungsaufforderung) und droht mit Klage, falls die Website ihre Spekulationen über das Opfer von Negan und seiner stacheldrahtbehafteten Lucille-Baseballschlägerin online postet und damit Recht behält, was gegen das Urheberrecht von AMC verstoßen solle.

    AMC versucht also, das Urheberrecht als Knebel einzusetzen, damit keiner verrät, was in der Serie passieren könnte. Was, nebenbei, schon in den Comics erzählt worden ist.

  3. Film Remixes von Scorsese und Kubrik
    Leandro Copperfield hat Filme von Martin Scorsese und Stanley Kubrick zu einem Kurzfilm zusammengeschnitten. Scorsese hat das gesehen und er mags und würde gern mehr sehen.
    Channel Criswell hat einen Video Essay über Filme von Stanley Kubrick gemacht und wird dafür verklagt.
  4. Kraftwerk vs. Pelham
    17 Jahre lang haben Kraftwerk und Moses Pelham einen Rechtsstreit über 2 Sekunden aus einem Kraftwerksong geführt, die Pelham gesampelt hat. Nun hat Pelham größtenteils Recht bekommen.
  5. Madonna vs. Salsoul Orchestra
    Madonna hatte 1990 für ihren Song Vogue ein 0,23 langes Stück aus einem Song der Band Salsoul Orchestra gesampelt. Sie wurde dafür verklagt und hat diesen Rechtsstreit kürzlich gewonnen.

Alle Beispiele sind aus den letzten paar Wochen. Wir sollten darüber reden, wir sollten genug Menschen über die Probleme informieren.

Michel Reimon hat über dieses Thema einen Roman geschrieben, der quasi nebenbei das Copyright erklärt. Damit dieses Thema noch mehr Menschen erreicht, will ich daraus ein Hörbuch machen. Dafür brauche ich aber eure Hilfe.

 

 

Meine erste Crowdfunding-Kampagne: #incommunicado – das Hörbuch

Seit ziemlich genau vier Jahren bin ich dabei, aus dem Roman #incommunicado ein Hörbuch zu machen. Ein Projekt, das ich immer wieder nebenher gemacht habe und das mir wichtig ist. Nur gibt es kaum mehr Zeit in diesem Nebenher, weshalb der Podcast quasi zum erliegen gekommen ist. Trotzdem wurden die ersten Teile mehr als 25.000 mal heruntergeladen und ich kriege immer noch Anfragen, ob und wann es weitergeht. Deshalb habe ich mich mit Michel Reimon zusammen“gesetzt“ und herausgekommen ist diese Kampagne. Zusammen mit euch wollen wir das Geld für ein Studio aufbringen, in dem wir das komplette Hörbuch professionell aufnehmen und danach schneiden und mastern lassen. Natürlich gibt’s das Hörbuch danach wieder kostenlos als Podcast unter einer CC-Lizenz (CC-BY-SA-NC 3.0).

Wenn ihr uns dabei unterstützen wollt, schaut euch die Kampagne an.  Ab heute sind wir für ein bis zwei Wochen in der Startphase, danach geht’s in die Finanzierungsphase, Anfang August haben wir unseren Studiotermin bei Rockinson.

Informiert euch, erzählt allen davon und helft mit, aus #incommunicado endlich ein komplettes Hörbuch zu machen.

Bitte. Danke. Lächeln, Fabian.

Und hier, quasi die Hörversion des Artikels.

#Incommunicado, das Hörbuch – Teil 15 – das Reboot (Zum Download rechtsklick “Ziel speichern unter…” oder einfach den Feed abonnieren. Und hier geht’s zum iTunes Podcast.)

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