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Buch: Das Leben und das Schreiben von Stephen King

Der erste Satz aus Das Leben und das Schreiben:

In den frühen Neunzigern (es kann 1992 gewesen sein, aber es ist schwer, sich zu erinnern, wenn man Spaß hat) stieß ich zu einer Rock’n’Roll Band, die hauptsächlich aus Schriftstellern bestand.

Vor 15 Jahren veröffentlichte Stephen King dieses Buch, eine Mischung aus Autobiographie und Schreibratgeber. Ich habe es schon damals einmal gelesen gehabt. Aber nachdem ich gesehen habe, dass Ende diesen Jahres eine Kurzgeschichtensammlung mit weiteren Tipps über das Schreiben von ihm erscheinen soll, und da bei mir gerade das Studium des Schreibens dran ist, wollte ich es noch einmal lesen.

Wenn man Stephen King liest, kennt man seine Nachworte, seine Anekdoten über die Romane oder Geschichten, die er anhängt. Das Leben und das Schreiben ist auf der einen Seite eine Sammlung solcher Anekdoten, kleine Schnappschüsse aus seinem Leben, die – kennt man die Romane – ihn offensichtlich sehr geprägt haben. Auf der anderen Seite die Schreibtipps. Eine Sammlung an Tipps, von denen ich auch im Studium immer wieder welche höre, und mit denen es mir wie mit allen Tipps geht. Manche kann ich super annehmen. Andere brauchen ihre Zeit, bis ich sie verstehe. Und einige sind definitiv nichts für mich.

Aber: Er beschreibt und erklärt gut. Sowohl das Leben, als auch das Schreiben. Ich habe keine Ahnung, ob das Buch etwas für jemanden ist, der noch nie einen King gelesen hat. Aber mir hat es wieder sehr gut gefallen. Es hat mich schon damals beeindruckt und geprägt. Der Untertitel dieses Blogs ist daran angelegt. Und manche Sachen habe ich auch in den 15 Jahren nicht vergessen und ich musste grinsen, als ich sie wieder gelesen habe. Dieser Mann beeindruckt und prägt mich immer noch.

Das Leben und das Schreiben von Stephen King wurde übersetzt von Andrea Fischer und erschien im Hardcover bei Ullstein.

Hörbuch: Das Känguru-Manifest von Marc-Uwe Kling

Dies ist mein Märzbeitrag für die Hörbuch-Challenge 2013

Der erste Satz in Das Känguru-Manifest:

Nach einer wahren Begebenheit

2006 schied ich beim den Nationalen Poetry Slam Meisterschaften in der Vorrunde aus und saß beim Finale im Publikum, um dort mitzuerleben, wie Marc-Uwe Kling der deutsche Meister wird. 2009 erschien dann sein erstes Buch, Die Känguru-Chroniken. 2011 kam dann der Folgeband raus, Das Känguru-Manifest. Von beiden gibt’s auch Hörbücher, eigentlich Mitschnitte von Livelesungen von Marc-Uwe Kling. Also mit Original-Lacher des Publikum. Hörbuch des zweiten Bandes lief in den letzten Tagen in meinen Ohren. Beide Bände sind Sammlungen von Kurzgeschichten mit dem eines Tages plötzlich vor Marc-Uwes Tür stehendem Känguru und Marc-Uwe selbst.

Ein bisschen mehr als fünf Stunden Kurzgeschichten. Unglaublich gut. Ich schmunzele eigentlich durchgehend und immer wieder lache ich so laut. Geil. Und das ist nebenbei das Schöne an der Live Lesung. Dadurch, dass das Publikum mitlacht und der Autor dann Pause macht – Reim! -, verpasst man keine weitere Pointe. Ich bin ja mindestens seit der Leipziger Buchmesse ein bisschen vorsichtig, was Autorenlesungen angeht. Der Großteil aller Autoren kann einfach nicht lesen und macht, wenn sie dann ihre eigenen Werke vorlesen, ihr Werk mehr als kaputt. Tatsächlich aber kann Marc-Uwe Kling ja eine lange Karriere als Kabarettist und Slam Poet auf Bühnen vorweisen und das hört man. Er liest ganz gut. Anfangs war mir seine Spreche etwas motivationslos. Tatsächlich passt das unglaublich gut zu den Geschichten. Und die sind genial. Jede für sich selbst witzig. Aber die geilsten Witze sind die intertextuellen. Jene, welche man nur versteht, wenn man die Geschichten davor gehört haben.

Wow. Fünf Stunden lang gute Unterhaltung. Ich freue mich auf das nächste Buch!

PS: Die Bücher sind ja eigentlich Sammlungen der auf Fritz! gesendeten Folgen. Hier gibt’s davon ein paar.

Das Känguru-Manifest von Marc-Uwe Kling erschien bei Ullstein. Das Hörbuch, gelesen von Marc-Uwe Kling, erschien bei Downtown.