Eine Schule für Kinder mit übersinnlichen Kräften hört sich erstmal an wie die X-Men, ist in der Umbrella Academy Version aber dreckiger und verletzlicher.

Mal abgesehen von lustigen Taschenbüchern bin ich relativ neu in der Comicwelt, aber komme mit jedem Band, jeder Geschichte neu und besser rein. Ich mag den Stil von Gabriel Bá sehr und die Geschichte von Gerard Way ist melancholisch düster, mit einem feinen Witz.

Aber: Gäbe es die Netflix-Serie zum Comic nicht, wäre ich wohl nicht darauf gekommen. Und mir ist das Medium Serie näher als der Comic. Dort sind mir Dinge manchmal zu abgedreht, zu drüber, während die Serie das durch einen großartigen Cast (allen voran Ellen Page und Robert Sheehan) sauber ausbalanciert. Ich weiß nicht, ob ich den Comic auch ganz alleine so genießen könnte.

Die Kombination dagegen ist für mich die beste Form, diese Geschichte zu erleben. Die Serie macht ein paar Sachen anders, der Comic geht auf ein paar Aspekte ein, die in der Serie fehlen. Dadurch wird mein Verständnis dieser Welt größer, was ich toll finde. Weil (besonders in der zweiten Staffel) es trotz allem übernatürlichen und nicht von dieser Welt seienden doch immer wieder um Menschen und ihre Beziehungen geht.

Staffel 2 der Serie habe ich gesehen, jetzt muss ich mit dem Comic weitermachen.

Umbrella Academy – Band 1 von Gerard Way und Gabriel Bá wurde übersetzt von Matthias Wieland und erschien bei Cross Cult. Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.