Text – Manchmal waren wir nahe dran.

Ein Aufschrei, vielleicht eine Straßenpredigt, einer von denen, bei dem niemand stehenbleibt, aber jeder ein schales Gefühl in der Magengegend hat.

Die Inka gibt’s nicht mehr.
Die Maya auch nicht.
Die Indianer leben in Reservaten.
Die Juden… andere Geschichte.
Die Deutschen sterben aus.

Hiroshima ist unlebbar.
Insgesamt existieren nur noch 10% aller ursprünglichen Tier- und Pflanzenarten.
In den letzten 2000 Jahren gab es nie eine Zeit, in der nicht irgendwo auf Mutter Erde ein Krieg getobt hat.
Das Ozonloch hat die Größe Australiens überschritten.
Die Hälfte aller Weizenerträge der USA werden ins Meer gekippt.
Die Beatles haben sich aufgelöst.
Take That hat sich wiedervereint.
In Amerika kennen mehr Kinder Harry Potter als Jesus.
Und Rudi Carrell ist tot.

Wir haben wirklich nichts unversucht gelassen.
Wir haben es mit allen Mitteln versucht.
Wir haben die Sintflut heraufbeschworen.
Doch Noah hat’s versaut.
Wir haben den 1. Weltkrieg geführt.
Wir haben den 2. Weltkrieg verkündet.
Wir haben die Atombombe gezündet.
Wir haben die chinesischen Flussdelphine ausgerottet.
Wir sind Jahrelang ohne Kat gefahren.
Wir haben Bush senior regieren lassen.
Und als Zugabe seinen Sohn.
Wir machen durch „verbotene Verhütungsmittel“ Aids den Weg frei.
Und wir lassen beim Zähne putzen das Wasser laufen.

Und trotzdem existieren wir noch.
Die Welt dreht sich immer noch.
2000 Jahre Mühe und kein Ende in Sicht.

Vielleicht klappt’s ja mit der Rodung des Regenwaldes.
Die Chancen stehen gut!
Wenn wir zusammen halten, können wir erreichen, was wir wollen!
Wir bestimmen, wie es mit uns und der Erde weitergeht.
Wir halten die Welt in unseren Händen.

Veröffentlicht im um[laut] magazin Ausgabe #4 April 2009

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