Text: Zug ins Glück

Ängstlich saß sie in dem dunklen Zugwaggon. Obwohl sie die anderen nicht sehen konnte, spürte sie ihre Anwesenheit. Und ihre Anspannung. Es war gefährlich, mit dem Zug die Grenze zu überqueren. Aber sie musste es tun! Sie musste ihn wiedersehen. Und dafür würde sie alle Verbote und Gefahren außer Acht lassen.
In der Nacht, kurz nach der Ausgangssperre war sie mit den anderen zu den Gleißen geschlichen und war auf den Güterzug aufgesprungen. Ihr Rock hatte sie beim Rennen gestört, und wenn die anderen ihr nicht auf den Zug geholfen hätten, wäre sie zurückgeblieben. Als sie sich bedanken wollte, bedeuteten ihr sie anderen, still zu sein. Sie musste unbedingt einen Rock anziehen. Sie wollte schön sein, wenn er sie sah. Gleich war es soweit. Der Zug hielt und die Patrouille untersuche die Waggons. Jetzt mussten sie leise und schnell ins Gebüsch, um nach der Kontrolle wieder unbemerkt in den Zug springen zu können.
Mit lautem Knirschen fuhr der Zug wieder an, jetzt mussten sie rennen. Sie spurtete den anderen nach, doch ihr Rock behinderte sie wieder. Der Schrei der Wache ließ die anderen noch schneller rennen, sie dagegen gab auf und ließ sich erschöpft auf die Schienen fallen. Dann lächelte sie. Die Patrouille packte sie am Arm und zog sie hoch. Und sie sah in seine Augen. Endlich war sie bei ihm.

.........................................................

Danke sagen und Liebe zeigen:

Diesen Blog gibt's kostenlos und ohne Werbung, ich mache das hier aus Liebe und Herzblut. Wenn dir das gefällt, darfst du mich gerne unterstützen. Kauf meinen Roman, schick mir eine Spende über Paypal, ko-fi oder flattr, oder schenke mir was von meiner Amazon-Wunschliste.  Danke! Lächeln, und Liebe, Fabian. Immer auf dem aktuellen Stand? Trag dich für den Newsletter ein!

.........................................................

Ein Gedanke zu „Text: Zug ins Glück“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.