Buch: Eine echt verrückte Story – Ned Vizzini

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Das Cover von Eine echt verrückte Story ist schon ganz cool. Zumindest ist es einer der Cover, die mich nach dem Buch greifen lassen. Beim Titel aber schrecke ich zurück.

Eine echt verrückte Story??!? Das hört sich an wie der verzweifelte Versuch, die Leute zu überzeugen, dass sich aus den Buchstaben dieses Romans eine spannende Geschichte zusammensetzt.

Der Originaltitel ist: „It’s kind of a funny story“. Ein viel passenderer Titel. Es ist die Antwort, wenn jemand fragt, was passiert ist und du antwortest: „Es ist irgendwie ’ne ganz lustige Geschichte.“ Versteht ihr, was ich meine? Wo ich den Unterschied sehe? Aber zurück zu der Frage. Was passiert eigentlich?

Craig ist 15 Jahre alt und hat alles dafür gegeben um auf die High School für Begabte zu kommen. Doch sobald er es geschafft hat, kackt er total ab. Er kann seine Noten kaum halten, hat überhaupt keine Zeit für seine ihm noch verbleibenden Freunde und sein bester Freund ist mit der Liebe seines Lebens zusammen. Er wird zum Dauerkiffer, bekommt Depressionen und besucht regelmäßig eine Therapeutin. Doch irgendwann hat er genug. Nachts bereitet er alles vor, um von einer Brücke in den Tod zu springen. Doch auf dem Weg nach draußen fällt ihm ein Buch auf, dass Angehörigen über den Tod eines lieben Menschen hinweg helfen soll. Er schlägt es auf und da steht:

Wenn Sie sich umbringen wollen, schlagen Sie bitte Seite 20 auf.

Und ehe er sich versieht, ist Craig plötzlich für 5 Tage in der Erwachsenenabteilung einer Psychatrischen Klinik.

Das Buch erinnert tatsächlich ein wenig an Einer flog über das Kuckucksnest, aber ist auch viel jugendlicher. Monumentaler und gleichzeitig viel trivialer in seinen Problemen. Kommt auf den Standpunkt an. Es ist ein schönes Buch, um es in einem Rutsch durchzulesen und dennoch ein gewisses Gefühl zu hinterlassen. Dieses Gefühl wird durch eine ganz bestimmte Sache verstärkt. Auf der letzten Seite steht:

Die Tage vom 29. November bis zum 3. Dezember 2004 verbrachte Ned Vizzini in der Erwachsenen-Psychiatrie im Methodist Hospital, Park Slope, Brooklyn. Seine dortigen Erfahrungen verarbeitete er unmittelbar danach innerhalb von drei Wochen in diesem Buch.

Für alle Lesefaulen: In Amerika kommt der Film zum Buch am 8. Oktober ins Kino. Ein deutscher Start ist mir noch nicht bekannt, aber der Trailer sieht aus wie ein Feel Good Movie. Auch wenn die Story ein bisschen geändert scheint.

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