Buch: God hates us all von Hank Moody

Californication ist eine sehr schöne Serie. Auch ein tolles Album, das muss man zugeben. Aber eben auch eine schöne Serie. David Duchovny spielt Hank Moody, einen abgefuckten Autor, der versucht in Los Angeles mit all den Frauen, dem Alkohol und dem Schreiben klarzukommen. Derzeit wird die fünfte Staffel gedreht und die vierte Staffel ist schon ausgelaufen.

Also kann man in der Zwischenzeit mal ein bisschen lesen. Beispielsweise God hates us all, den Roman, mit dem Hank Moody in der serie seinen Durchbruch geschafft hat.

Bücher von fiktiven Schriftstellern aus Serien oder Filmen auf den echten Markt zu bringen, ist eine schöne Art, Merchandising zu betreiben. Aber oft eben eher ein Gag, als wirklich gute Literatur. Ich war gespannt, wie es bei diesem wird.

Die Aufmachung ist schonmal geil. Das Buch sieht (bis auf den roten CALIFORNICATION-Sticker) aus, wie in der Serie. Der Klappentext über den Autor beschreibt Hank Moody, wie er in der Serie steht. Die Danksagung spielt genauso auf die Serie an.

Der restliche Inhalt ist okay. Der Protagonist, der (wenn ich aufmerksam war) niemals mit Namen genannt wird, erzählt seine Zeit nach dem College, wie er zum Drogendealer wird, nach New York zieht und ein bisschen Sex hat. Es ist eine lesbare Geschichte. Aber es ist nicht Hank Moody. Das Buch hätte auch unter jedem anderen Titel veröffentlicht werden können. Ich glaube, das Buch gewinnt viel durch die Vorstellung von Hank Moody, die der Leser aus der Serie kennt. Aber man könnte es auch so lesen und hätte Spaß daran.

Der echte Autor ist übrigens Jonathan Grotenstein. Kennt ihr nicht? Ging mir genauso. Jonathan Grotenstein ist professioneller Pokerspieler und Schriftsteller, wobei unter seinem eigenen Namen nur Bücher über Poker veröffentlicht worden sind. Des weiteren betätigt er sich eben als Ghostwriter für solche Sachen wie God hates us all. Wer mehr über ihn erfahren will und wie es zu diesem Projekt kam, hier gibt es ein gutes Interview. Der Titel des Buches, God hates us all, ist übrigens eigentlich ein Albumtitel der Band Slayer. Tom Kapinos, der die Serie erschaffen hat, liebt die Band.

Alles in allem: Wenn man die Serie kennt, ist es ein cooles Tüpfelchen. Ansonsten ist es ein Buch, was man mal zwischendurch lesen kann.

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