Ursprünglich erschienen die Tipps schon im Herbst 1975 im Paris Review. Vor ein paar Wochen geisterten sie dann durch das Internet. Ich las sie und musste seither immer wieder daran denken. Weil ich sie gut finde. Also wollte ich sie übersetzen, aber Patrick von media engine hat sich die Mühe schon gemacht, also übernehme ich seine Übersetzung:

6 Tipps um besser zu schreiben

1. Verabschiede Dich von der Vorstellung, dass Du jemals zu einem Ende kommst. Denk nicht mehr an die 400 Seiten, sondern schreibe lediglich eine Seite pro Tag. Das hilft. Wenn Du es schließlich geschafft hast, wirst Du überrascht sein.

2. Schreibe völlig frei und so schnell wie möglich. Fange niemals mit Korrekturen oder Umformulierungen an, bevor Du nicht alles aufgeschrieben hast. Dinge umzuschreiben ist lediglich eine Entschuldigung dafür, nicht weiterzumachen. Zudem beeinflusst es den Schreibfluss der nur Auftritt, wenn es zu einer unterbewussten Auseinandersetzung mit den Inhalten kommt.

3. Schenk Deinem Publikum keine Beachtung. Das namens- und gesichtslose Publikum würde Dich nur erschrecken. Zudem existiert es nicht. Beim Schreiben besteht Dein Publikum immer nur aus einem einzigen Leser. Manchmal hilft es, wenn man sich eine Person – egal ob echt oder ausgedacht– vorstellt und diese beim Schreiben direkt adressiert.

4. Wenn eine Szene oder ein Kapitel Dir Probleme bereitet, Du aber trotzdem darüber schreiben möchtest, dann überspringe diesen Teil erstmal und schreib an einer anderen Stelle weiter. Schau Dir den problematischen Teil erst ganz am Schluss noch einmal an. In vielen Fällen wirst Du dann feststellen, dass er tatsächlich nicht dort hin gehörte.

5. Hüte Dich vor Szenen, die Dir besonders ans Herz gewachsen sind. Sie haben eine Tendenz dazu, nicht ins Konzept zu passen.

6. Wenn Du Gebrauch von Dialogen machst – sprich sie laut aus, während Du sie schreibst. Nur dann werden sie klingen, als ob sie tatsächlich stattgefunden haben.

And for those who prefer the original…

1. Abandon the idea that you are ever going to finish. Lose track of the 400 pages and write just one page for each day, it helps. Then when it gets finished, you are always surprised.

2. Write freely and as rapidly as possible and throw the whole thing on paper. Never correct or rewrite until the whole thing is down. Rewrite in process is usually found to be an excuse for not going on. It also interferes with flow and rhythm which can only come from a kind of unconscious association with the material.

3. Forget your generalized audience. In the first place, the nameless, faceless audience will scare you to death and in the second place, unlike the theater, it doesn’t exist. In writing, your audience is one single reader. I have found that sometimes it helps to pick out one person—a real person you know, or an imagined person and write to that one.

4. If a scene or a section gets the better of you and you still think you want it—bypass it and go on. When you have finished the whole you can come back to it and then you may find that the reason it gave trouble is because it didn’t belong there.

5. Beware of a scene that becomes too dear to you, dearer than the rest. It will usually be found that it is out of drawing.

6. If you are using dialogue—say it aloud as you write it. Only then will it have the sound of speech.

.........................................................

Danke sagen und Liebe zeigen:

Diesen Blog gibt's kostenlos und ohne Werbung, ich mache das hier aus Liebe und Herzblut. Wenn dir das gefällt, darfst du mich gerne unterstützen. Kauf meinen Roman, unterstütze mich über Steady, schick mir eine Spende über Paypal, oder schenke mir was von meiner Amazon-Wunschliste. 
Danke! Lächeln, und Liebe, Fabian.

.........................................................