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Indie-Autor werden Teil 3: Das Cover und der Titel.

Am 24. November 2012 veröffentliche ich als Indie-Autor ohne Verlag meinen ersten Roman „Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen.“ Diese Serie berichtet von der Reise vom Text in meinem Rechner bis zum fertigen Buch in euren Händen.

Der Titel.

Das Werk wuchs anfangs namenlos. Eine Zeitlang nannte ich den Roman dann „Sex sells“, aber auch einfach nur deshalb, weil mir gar nichts einfiel und ich dem Kind ja einen Namen geben musste. Dann entdeckte ich in dem wunderbaren Buch „Was heißt hier Tingo“ von Adam Jacot de Boinod das Wort „mokita“. Das Wort stammt aus Kivila / Papua Neuguinea und bedeutet:

Die Wahrheit, die jeder kennt, aber keiner ausspricht.

Bis heute bin ich extrem fasziniert von dem Wort und seiner Bedeutung, sodass ich damals dem Roman diesen Namen gab. Und den trug er eine ganze Weile lang. Beim Erstellen dieser Seite wurde dieses Wort eben auch Name meiner Onlinepräsenz. Bei mokita ist das Risiko, es falsch zu schreiben, um einiges geringer als bei Fabian Neidhardt. Ein paar Jahre gab es also mokita, die Seite, und mokita, das Buch.

Bis ich vor kurzem bei der Covergestaltung für den Roman gemerkt habe, dass der Name nicht so gut zu dem Inhalt passt, wie ich es gerne hätte. Natürlich, es geht irgendwo schon um ein paar der Wahrheiten die jeder kennt, aber keiner ausspricht. Aber weder dieses Thema, noch das Wort mokita werden im Roman nochmal explizit aufgegriffen. Deshalb heißt der Roman jetzt „Das Leben ist ein Erdbeben und ich stehe neben dem Türrahmen.“ Und dieser Titel passt vollkommen. Warum? Dafür müsst ihr das Buch lesen. 🙂

Das Cover.

Ich schreibe und spreche. Das kann ich, das mache ich. Ich kann nicht designen. Hält mich (leider) nicht davon ab, hier an der Seite und an den Buchcovern am Design herumzuspielen. Meist aber eher, um dann Nikolai Reichelt – Designer und bester Freund – eine Idee zu geben, was ich mir so vorstelle.

Als ich entschieden habe, ich will das Buch selbst veröffentlichen, sagte er ohne zu zögern, er macht das Cover und das Layout. Das ist das Schöne am Indie-Autorensein: Man hat alles selbst in der Hand. Man kann seine Wünsche verwirklichen und kein Verlag versucht, seine Coverideen oder gar Covervorlagen auf das Werk anzuwenden. Und natürlich trägt man im Endeffekt die „Schuld“, wenn es nicht gut läuft 😉

Meine Wünsche für ein Cover waren: Es soll minimalistisch sein und es soll etwas mit dem Buch zu tun haben. Inspiration für mich war definitiv die Sparbuch-Reihe von Ullstein.

Auch wenn sich die Reihe nicht wirklich durchgesetzt hat und bei der Presse nicht sehr beliebt war, ich mag die Bücher sehr. Leider funktioniert das Design nur bei Büchern / Autoren, die bekannt genug sind.

Also gab es viele Brainstormsessions, in denen wir über mögliche Motive nachdachten. Dabei gabs natürlich auch klassische Mindmaps und während dieser Mindmaps eben auch oben beschriebene Erkenntnis, der Name mokita passt nicht.

Nachdem wir den neuen Namen hatten, kümmerten wir uns weiter um das Cover und waren von der Idee, sowas wie eine Mindmap auf das Cover zu machen.Dabei wollten wir weniger auf allgemeine Themen eingehen, sondern versuchen, mit einer Mindmap die Beziehungen innerhalb des Romanes darzustellen. Niko sagte mir, dann brauche ich von dir eine Auflistung aller Personen und Beziehungen zueinander. Zuerst versuchte ich das in einer am PC erstellten Mindmap, das wurde aber wieder unübersichtlich. Also erstellte ich eine Tabelle mit all den Namen aus dem Buch und mit den Parametern Liebe, Hass, Verwandt, Bekannt und Freund. Daraus entwickelte Nikolai die finale Grafik. Und daraus dann das Cover. Wir haben das dann beim Layouten noch einmal überarbeitet, aber dann nur noch in Feinheiten.

Die bisherigen Reaktionen auf das Cover sind größtenteils positiv. Eine schöne Anekdote: Ich zeigte das Cover einem Freund und er sah sich die Infografik an und fragte: Warum geht zu Lea nur ein Strich. Und ich denke und sage: Siehst du, das macht ein gutes Cover aus: Man macht sich Gedanken über das Buch und seinen Inhalt. man ist interessiert. Das ist doch perfekt!

Wie gefällt euch das Cover? Ich freue mich auf Resonanz!

Auf der Facebook-Fanseite gibt es nochmal einige Fotos mehr zu dem Weg von den Coverideen und den Inspirationen bis zum finalen Cover. Im nächsten Teil dieser Serie geht es um die Vertriebswege und die unterschiedlichen Print-on-demand-Dienstleister. Bis dahin, gutes lesen!

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