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Ist es wirklich keine Selbstverständlichkeit, Flüchtlingen zu helfen? #BloggerFuerFluechtlinge

Ich hatte nicht gedacht, überhaupt über dieses Thema schreiben zu müssen. Ich hatte gedacht, das sei eine Selbstverständlichkeit. Und dann kommt das Leben um die Ecke und zeigt dir, dass nichts selbstverständlich ist.

Flüchtlinge also. Nach offizieller Definition bin ich selbst Mensch mit Migrationshintergrund. Meine Mutter ist Spätaussiedlerin. Und erst vor kurzem saß ich mit ein paar jungen Erwachsenen bei ihr in der Küche und sie erzählte, dass sie Mitte der 80er nach Deutschland gekommen ist. Und einer fragt, Mitte der 80er? War das nicht schwer? Und sie sagt, natürlich ist das schwer. Es ist schwer, seine Heimat zu verlassen. Es ist schwer, irgendwo in einer fremden Kultur Fuß fassen zu müssen. Auch wenn diese Kultur keine 800 Kilometer entfernt war. Und es ist schwer, jemand anderen um Hilfe bitten zu müssen. Was muss also alles passieren, damit man das überhaupt auf sich nimmt? Wenn man dann anderen helfen kann, dann macht man das natürlich. Und helfen fängt im Kopf an.

Für mich war das bis vor ein paar Tagen selbstverständlich und nicht erwähnenswert. Aber es scheint, dass es das überhaupt nicht ist. Dass es genug Menschen in Deutschland gibt, die ein Problem mit Flüchtlingen haben und sich mit ihrer Meinung so wohl fühlen, dass sie sie lauthals schreien können und Taten folgen lassen. Deshalb haben sich auf der Gegenseite ein paar Blogger zusammengetan – Paul, Nico, Karla und  Stevan – und haben „Blogger für Flüchtlinge“ ins Leben gerufen. Einerseits geht es darum, Geld zu sammeln, für Flüchtlinge. Aber auf der anderen Seite, meiner Meinung nach der Wichtigeren, geht es darum, auf diese Sache nochmal aufmerksam zu machen. Dass dies, wie so oft, nicht nur eine weitere Schlagzeile in den Nachrichten ist, sondern Menschen, die Hilfe brauchen. Und es meiner Meinung nach selbstverständlich sein sollte, dass wir helfen.

Wie gesagt, ihr könnt gerne spenden, aber zuallererst, macht euch bitte ein paar Gedanken über das Thema und helft, welcher Art diese Hilfe auch sein mag. Karla hat in ihrem Beitrag ein paar Hilfsmöglichkeiten aufgezählt. Vielleicht kriegen wir es doch hin, dass ein paar Sachen selbstverständlich werden.

 

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