Roman: Buch der Zahlen von Joshua Cohen

Verpisst euch doch einfach, wenn ihr dies am Bildschirm lest!

Der erste Satz aus Buch der Zahlen

Joshua Cohen ist ein jüdischer und erfolgloser Schriftsteller, der sich irgendwie durchs Leben schlägt, bis er den geheimen Auftrag erhält, als Ghostwriter die Memoiren von Joshua Cohen zu schreiben, Internetmilliardär, Medienmogul und fiktionale Vereinigung von Steve Jobs und den Google Gründern Larry Page und Sergey Brin (glaube ich).

Darum geht’s in diesem Buch. Nun heißt der Typ, der das geschrieben hat, auch Joshua Cohen. Und das ist nicht das sonderlichste an diesem Werk. Das Buch setzt sich zusammen aus Blogbeiträgen, erzählter Prosa, Abschriften von Telefongesprächen, eine irre Mischung aus Sprachgewirr, inhaltlichen Verknüpfungen und Referenzen in unsere Welt, immer wieder so explizit, dass ich die Grenze zwischen Fakt und Fiktion nicht immer finden konnte. 

Das Buch ist kein Spaziergang, es ist eine Bergbesteigung. Es ist nicht leicht, reinzukommen und ich muss immer wieder Energie aufwenden, um die ersten 100 Seiten dranzubleiben, mich durch Absätze ohne Punkt und Komma, ohne Großschreibung und Grammatik kämpfen – Kudos an Robin Detje, den Übersetzer, dieses Ding in eine andere Sprache zu bringen, ist eine viel zu wenig beachtete Leistung – um letzten Endes die restlichen 650 Seiten in zwei Tagen durchzulesen.

Der Klappentext nennt das Buch „Autobiografie, Familiengeschichte, Ghostwriting für Anfänger, Silicon-Valley-Historie, internationaler Thriller, Sexkomödie“ und bis auf die Sexkomödie finde ich all das in diesem Roman wieder. Es ist ein Spiel mit der Sprache, mit der Geschichte und unserer Zeit, es verlangt viel, aber wenn du drin bist und durchkommst, ist es unglaublich geil. Wie übrigens auch das Cover, gestaltet von Suzanne Dean, ursprünglich für die britische Ausgabe.

Es ist mein erstes Buch von Joshua Cohen. Ein Glück gibt es mehr.

Buch der Zahlen von Joshua Cohen wurde übersetzt von Robin Detje und erschien bei Schöffling & Co. Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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