Antworten auf den etwas anderen Fragebogen für Blogger/Redakteure.

Inspiriert von Stefan Meschs #blogfragen hat Chris Popp von bookenerds.de einen eigenen Fragebogen erstellt. Hier sind meine Antworten.

Runde 1 – Gemischte Fragen an Blogger, Redakteure und mehr:

Welche Daseinsberechtigung hat Dein Blog?

Ich bin die Daseinsberechtigung. Mokita war von Anfang an, und das sind mittlerweile fast sechs Jahre, darauf ausgelegt, meine Spielwiese zu sein. Mein Platz, an dem ich mich austoben kann.

Der Blog oder das Blog?

Meist der Blog. An das Blog kann ich mich nicht wirklich gewöhnen.

Einer Deiner Artikel wird von einem anderen Blogger oder beispielsweise einem Amazon-Rezensenten geklaut. Wie reagierst Du?

Ist noch nie passiert. Aber wenn, dann würde ich mich erstmal geehrt fühlen. Und dann die Person anschreiben und versuchen, das Ding geregelt aus der Welt zu schaffen. Mann müsste ja mit den meisten Menschen reden können.

Dein Blog ist urplötzlich offline, nichts geht mehr. Wie reagierst Du dann?

Es gibt jeden Sonntag ein Backup. Wenn irgendwas passieren würde, müsste ich mit meinem Hoster reden und irgendwie kriegen wir das dann wieder hin.

Du hast einen Gutschein erhalten, um 2.500 gleiche Artikel Deiner Wahl mit dem Logo Deines Blogs als Werbeartikel anfertigen zu lassen. Allerdings sind Flyer, Lesezeichen, T-Shirts und Kugelschreiber tabu. Welchen Artikel würdest Du auswählen?

Lass mich raten, Buttons, Sticker und Lesezeichen sind auch tabu? Wie wäre es mit kleinen Notizbüchern? Oder, hej! So Klebetattoos. Das wäre ja witzig. Oder eine Taschenlampe, die mein Logo auf Wände projizieren kann.

Nenne zwei Bücher und Deinen persönlichen perfekten Soundtrack dazu.

Puh. Da muss ich noch ein wenig grübeln.

Schreibst Du Deine Rezensionen handschriftlich vor?

Nope. Ich denke sie vor. Ich habe Texte allgemein schon eine ganze Weile im Kopf und ziemlich ausformuliert und schreibe sie dann runter.

Verunstaltest Du Bücher für deine Schreibarbeit mit Knicken, Markierungen etc. oder behandelst Du sie eher wie ein rohes Ei?

Ich würde es nicht verunstalten nennen. Ich würde es beleben nennen. Ja, ich erweitere meine Bücher durch Markierungen, Unterstreichungen, Knicke und ermuntere Leser meiner Bücher, das Gleiche zu tun. Jedes Buch ein Unikat.

Wenn Du eine Schreibblockade hast – wie gehst Du vor, um diese zu überwinden?

Ich schreibe.

Schreibe ein kleines Gedicht (mindestens Vierzeiler) über Dein(en) Blog.

Wenn Fabian etwas sagen will
der Kopf vor Worten überquillt,
dann tippt der Fabian diese runter
und bringt sie auf Mokita unter.

Du liest in einer anderen Rezension absoluten (tatsächlichen!) Unfug – sie quillt über vor inhaltlichen Fehlern. Wie reagierst Du? Kommentierst Du? Schreibst Du den Verfasser an? Oder hältst Du die Finger still?

Entweder kommentiere ich oder, wenn ich das Gefühl hätte, ich stelle jemanden bloß, schreibe ich dem Autoren persönlich.

Hast Du schon mal eine Idee von anderen Bloggern geklaut?

Bestimmt. Ich lasse mich nicht nur von anderen Bloggern inspirieren. Sondern generell von meiner Umwelt. Und was bedeutet das, eine Idee klauen? Ich habe mehrere Artikel, die damit beginnen, dass ich etwas ähnlich bei jemand anderem gesehen habe. Was ich nicht getan habe, etwas als meine Idee oder meinen Text auszuzeichnen, was nicht von mir ist.

Hast Du Dich schon mal einer Formulierung in einer anderen Rezension bedient, die Du gerne so ähnlich auch in einem Deiner Texte haben wolltest?

Nicht bewusst. Unbewusst wahrscheinlich schon.

Das exotischste Buch in Deiner Sammlung ist:

Weiß ich nicht. Müsste ich mal sehen.

Runde 2 – Gemischte Fragen an Blogger, Redakteure und mehr:

Stell Dir vor, man böte Dir an, Dein(en) Blog oder zumindest Deine Internetadresse für einen ordentlichen Batzen Geld zu verkaufen. Was würdest Du tun?

Dankend ablehnen.

Geld verdienen mit Deinem Blog – wie weit würdest Du gehen?

Ich habe keine Werbung auf meinem Blog und das soll auch so bleiben.

Hast Du schon mal heimlich ein Buch gelesen/einen Film gesehen/eine Serie geschaut, obwohl Du eigentlich sagtest: „Den Mist? Never ever!“?

Mit dem Argument „Man muss es kennen, um darüber urteilen zu können“, Klar!

Liest Du Dich selbst gern?

Manchmal. Manchmal aber auch gar nicht. Ich bin in beide Richtungen überrascht. Manchmal, wie gut mir meine Sachen gefallen, manchmal, wie schlecht sie sind.

Man lobt Dich für einen Deiner Beiträge oder gar für Dein ganzes Blog total in den Himmel. Wie gehst Du mit diesem Lob um?

Also, wenn jemand „total in den Himmel “ lobt, dann werde ich wahrscheinlich wieder kritisch, was das Lob angeht.

Man attestiert Dir aufgrund einer Kritik keine Ahnung. Wie reagierst Du auf so etwas?

Kommt auf die Sache an. Vielleicht hat derjenige ja Recht?

Man wirft dir als Blogger/Journalist vor, Du übtest Deine Arbeit nur aus, um so möglichst viele Rezensionsexemplare abzugreifen. Wie begegnest Du diesem Vorwurf?

Ich glaube, wenn man Liebe und Zeit in seinen Blog steckt, und das Ganze sechs Jahre am laufen hält, dann kann man dem Vorwurf gelassen entgegensehen. Man kann mit weniger Arbeit an die Exemplare kommen.

Ein Autor oder Verlag verlangt von Dir, Deine Rezension abzuändern oder gar zu löschen. Wie wirst Du handeln? Oder ist Dir das gar passiert? Falls ja: Wie hast Du gehandelt?

Ein Verlag war mal ein bisschen böse wegen einer harschen Kritik. Aber auf beiden Seiten war klar, dass ich deshalb die Kritik nicht ändern werde. Wir arbeiten immer noch zusammen.

Der Autor/Verlag droht mit einer Klage, wenn Du die Rezension nicht abänderst/löschst. Und nun?

Auf welcher Basis denn? Wie soll diese Klage denn aussehen?

Hast Du bei Rezensionen schon mal geschummelt (beispielsweise das Buch nicht zu Ende gelesen und trotzdem eine vollständige Rezension geschrieben)?

Nein. Wenn, dann steht auch in der Rezension, dass ich das Buch abgebrochen habe. Meist ziehe ich aber selbst dann das Buch durch. Immer die Hoffnung, dass es noch besser wird.

Sind Zugriffszahlen/Like-Zahlen und Followerzahlen wichtig für Dich? Wie wirken sie sich hinsichtlich Motivation aus?

Phasenweise. Ich bin ja nicht nur Buchblogger, sondern auch Autor. Und mokita ist meine Kommunikationsplattform. Natürlich will ich, dass viele Leute das lesen.

Liest Du auf dem Klo?

Kaum Bücher. Aber Magazine und so.

Runde 3 – Zur Entspannung. Du als Konsument:

Gab es schon mal einen Protagonisten in einem Buch oder eine Figur in einem Film oder einer Serie, und Du dachtest: Verflucht, kennt der Autor mich?

Klar. Ich wüsste aber gerade keine Beispiele.

Stell dir vor, Du könntest die Protagonisten oder beliebige andere Figuren aus zwei Büchern/Filmen/Serien miteinander vertauschen. Wen und warum?

Gerade keine Ahnung.

Welches ist Dein peinlichstes Lieblingsbuch/Dein peinlichster Lieblingsfilm/Deine peinlichste Lieblingsserie?

Ich guck mir gern mal The Voice of Germany an. Oder Sing mein Song.

Welches war das frustrierendste Buchende/Filmende/Serienfinale für Dich? Wie hätte es ausgehen sollen? Warnung an die Leser der Antworten: Spoileralarm!

Buch: Das Labyrinth der träumenden Bücher von Walter Moers. Das ist kein Ende, das ist eine Frechheit! Und davor warne ich gerne jeden anderen Leser.

Serie: Wahrscheinlich Lost. Ich glaube, es wäre besser gewesen, einfach zuzugeben, dass man selbst keine Ahnung hat, wie das alles zusammenpassen soll.

Film: Knowing. Oh mann. Wie viel Schatten ein Ende auf den gesamten Film werfen kann.

Wenn Dein Leben oder Deine persönliche momentane Situation als Buch oder Film veröffentlicht würden: Wie hieße das Buch/der Film?

Lächelnd, um nicht zu weinen. Oder: Du bist nicht allein.

Welches Buch/welcher Film/welche Serie hat Dich derart beschäftigt und aufgewühlt, dass Du tagelang an kaum etwas anderes denken konntest?

Mehrere. Einige. Aber mir fällt gerade kein Beispiel ein.

Hast Du schon einmal einer Figur aus einem Buch, einem Film oder einer Serie nachgeeifert? Oder wurdest Du hierdurch zu einer Handlung/Tat inspiriert?

Klar. Beispielsweise die Haltung des Ghost Dog aus dem gleichnamigen Film, wenn er durch den Regen geht.

Runde 4 – Drei Dinge, die…

…das Schreiben schreibenswert machen:

  1. Den Kopf frei bekommen.
  2. Gedachtes Real zu sehen.
  3. Die Möglichkeit, andere an deiner Realität teilhaben zu lassen.

…Dir bei manch anderem Blog mächtig auf die Nerven gehen:

  1. Kritiklosigkeit
  2. Werbung
  3. Clickbaits

…Du Dir bei deinem eigenen Blog schon ewig vorgenommen, aber noch nicht verwirklicht hast:

  1. Einen Podcast mit eingesprochenen Geschichten.
  2. Die Möglichkeit einrichten, wortweise zu kommentieren.
  3. Meinen ersten Roman samt aller Hintergrundinfos zu veröffentlichen. Ein Autorenkommentar zum Roman quasi.

…Dir das Lesen spontan madig machen:

  1. Eine beschissene Leseumgebung.
  2. Ein unsympathischer Autor.
  3. Wenn ich merke, dass ich auf Clickbait reingefallen bin.

…Du gerne als Ausrede nutzt, nur um mehr Zeit zum Lesen zu haben:

Leider nehme ich mir nicht die Zeit, die ich zum Lesen bräuchte. Da gibt es noch so viel anderes zu tun.

…nicht so wichtig sind wie dein Blog:

  1. Die Facebookseite dazu.
  2. Die Ordnung auf meinem Schreibtisch.
  3. Mein Google+Account.

…Dir definitiv wichtiger sind als dein Blog:

  1. Das Schreiben
  2. Das Sprechen
  3. Das Leben

Runde 5 – ein paar Sätze zum Vervollständigen:

Amazon ist eine ziemlich erfolgreiche Firma. Wie viele andere Sachen kann man das kritisch hinterfragen.

In meinem Wohnort fühle ich mich wohl. Hauptsächlich wegen der Menschen, die ich hier kenne.

Ein Autor schreibt Bücher, weil er Grenzen überschreiten will, die er im relaen Leben nicht überschreiten kann.

Marcel Reich-Ranicki fand ich keine Ahnung, wie. Hab mich nie genug mit ihm befasst.

Hysterisierung und Pathetisierung in der Literatur gehört wohl dazu.

Was ich im Literatur-/Film-/Serienbusiness niemals verstehen werde, ist wieso manche Sachen so erfolgreich werden und andere wiederum nicht. Kann das wirklich nur mit dem Geld zu tun haben, das man in die Werbung pumpt?

Wenn ich die Bibliographie eines bestimmten Autoren/einer bestimmten Autorin einfach auslöschen könnte, dann die von niemandem, weil wieso sollte ich das wollen?

Ich würde unheimlich gern eine Literatur-Diskussionsrunde mit folgenden Personen sehen: Ernst Jandl, Stephen King und Anselm Grün.

Wie kann man eigentlich nur solch ein Kultursnob sein wie ich!

Ich fände es großartig, wenn jeder auf meinem Blog einen Gastbeitrag schreiben würde.

 

Booktuber, hab ich mich noch nie ernsthaft mit befasst.

Dieser Fragebogen hat mich an manchen Stellen nachdenklich gemacht. Danke dafür!

 

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