Antworten auf die #blogfragen für Buchblogger

Stefan Mesch hat auch mal in Hildesheim studiert, ist Literaturkritiker, Schriftsteller, Übersetzer und Freund von Freunden. Und er erstellt gerne Fragebögen, wie diese #blogfragen für Buchblogger. Hier meine spontanen Antworten:

01 Das Lieblingsbuch meiner Mutter: Ich muss passen. Sie liest viel und gerne. Wie mein Vater auch. Sie liest gerne Biografien und Lebensgeschichten von Menschen. Aber ihr Lieblingsbuch? Ich weiß es nicht.

02 Das Lieblingsbuch meines Vaters: Und gleich nochmal. Ich weiß es nicht. Er liest gerne russische Literatur. Und viel Hermann Hesse. Aber sein absolutes Lieblingsbuch? Keine Ahnung.

03 Ich führe einen typischen Buchblog, weil… Tue ich das? Was ist denn ein typischer Buchblog? Ich würde sagen, das typisch buchbloggige ist, dass es um Bücher geht, die ich gelesen habe. Manchmal.

04 Ich bin anders als die Blogs, die ich gern lese, weil… Bin ich? Vielleicht insofern, dass ich extrem unfokussiert bin. Ich schreibe, was mich im Moment umtreibt. Oft natürlich das Sprechen und das Schreiben, aber auch sonst alles Mögliche. Die meisten Blogs, die ich lese, handeln oft von einem Thema.

05 Am Bloggen überrascht mich / beim Bloggen habe ich gelernt, dass… es mittlerweile Teil meines Alltags ist. Immer wieder lehren mich der Blog, das Internet und die direkten und indirekten Folgen für mich, dass selbst meine kleine Spielwiese hier die Leben anderer Menschen beeinflussen kann. Wenn ich sie dabei ein bisschen erfreuen, bereichern oder unterhalten kann, kann ich Gutes tun. Schön, nicht?

06 Helfen Amazon-Rezensionen? Wobei? Wie? Phew. Schwer. Wem helfen sie? Manchmal mir, um zu sehen, dass ich mit manchen Meinungen nicht allein dastehe.

07 Hilft Literaturkritik in Zeitungen und Magazinen? Wobei? Wie? Um Literatur noch einen gewissen Platz in der Welt außerhalb unserer digitalen Blase der Buchblogger zu geben? Eine Platz neben all den anderen Unterhaltungsmedien?

08 Helfen Blogs? Wobei? Wie? Wem? Allen? Um mehr Meinungen zu streuen? Vielleicht auch als Korrektiv der vierten Gewalt?

09 Wahr oder falsch: “Ich blogge vor allem, weil ich mich über Bücher austauschen will und im persönlichen Umfeld nicht genug Menschen habe, mit denen ich das könnte.” Falsch. Vor allem ist das hier meine Spielwiese. Bücher sind nur ein Teil davon.

10 Mein persönlicher Geschmack und meine Prinzipien beim Lesen und Bewerten: Puh. Ich lese, konsumiere im Allgemeinen, um unterhalten zu werden oder zu lernen. Die besten Bücher sind die, die beides schaffen. Also ein vollkommen subjektives Lesen und Bewerten.

11 Wer liest mich? Habe ich eine Zielgruppe? Keine Ahnung. Menschen per se. Meist denke ich, die Leute, die ich anziele sind etwa so alt und haben eine ähnliche Meinung, wie ich. Aber immer wieder werde ich darin eines besseren belehrt, beispielweise, wenn ich Mails oder Kommentare von Lesern bekomme und eben ganz anders sind, als das, was ich denke.

12 Habe ich Vorbilder? Beim bloggen? Weiß ich nicht. Es gibt Leute, deren Blogs ich gerne lese. Aber Vorbilder, eher nein.

13 Welche Ratschläge würde ich meinem früheren Lese-Ich geben? Kann man lernen, Bücher besser auszusuchen, zu entdecken und zu genießen? Wie? Ich würde tatsächlich gar nicht so viel anders machen. Vielleicht, dass ich für manche Klassiger, die „man gelesen haben muss“, manchmal noch zu jung war. Ich glaube, beim ersten Mal „Der alte Mann und das Meer“ habe ich nichts verstanden.

14 “Verlage brauchen mich für PR. Sie brauchen mich mehr, als ich sie brauche” …oder “Toll! Autoren und Presseabteilungen suchen Kontakt und bieten mir Bücher an. Was für ein Glück!” Was überwiegt? Letzteres.

15 Was soll sich tun in meinem Blog und in meinem Leser-/Schreiber-Leben in den nächsten fünf Jahren: Och, ein konstantes Lesen und Schreiben reicht mir schon.

Bonusfrage: Bei wieviel Prozent der Bücher, die ich gelesen habe, denke ich danach: Mist. Ich wünschte, ich hätte das nie gelesen…? Steigt oder fällt diese Prozentzahl, Jahr für Jahr. Und: Warum? Bei vielleicht zehn Prozent der Bücher. Und die Zahl bleibt eigentlich gleich. Meist sind das aber auch die Bücher, die ich eher kritisch beginne und sie eher lese, damit ich drüber reden kann.

Bonus: Empfehlungen!

Ein Buch, das fast niemand mag – aber das ich liebe: Ähm. Spontan, weiß ich nicht.

Ein Buch, das fast alle mögen – aber das mich wütend oder ratlos macht: Girl on the train. Oder The Circle.

Ein Buch, das ich bekannter gemacht habe: Das Gefängnis der Freiheit von Michael Ende. Hoffe ich zumindest.

Ein Buch, vor dem ich oft und gern warne: Spontan keine Ahnung.

Ein schlechtes Buch, das ich gut fand: Wer definiert denn hier, was schlecht ist?

Ein gutes Buch, das ich schlecht fand: Und hier, was gut ist?

Ein Geheimtipp, der bisher in Blogs noch kaum besprochen wurde: Hier nicht denke ich an kein bestimmtes Buch, aber auffallend schade finde ich, dass Bücher, die bei ihrer Erscheinung durch Netz rutschen (Haha), danach kaum nochj die Chance haben, nochmal besprochen zu werden. Meinem Empfinden nach werden zu wenig „alte“ Bücher in Blogs rezensiert.

Ein Buch, das viel zu oft überall besprochen wurde: The Circle von Dave Eggers.

Ein gutes Buch von/über jemandem/n, der ganz anders ist als ich selbst: So ziemlich jedes Buch mit einem rauchenden oder trinkenden Protagonisten. Also nicht, dass die alle gut wären. Aber ich mag ein paar dieser Gestalten, obwohl das überhaupt nicht mein Ding zu sein ist.

Ein gutes Buch von/über jemandem/n, der ganz anders denkt als ich selbst: Spontan keine Ahnung.

Ein Buch, von dessen Gestaltung/Cover/Design sich Verlage eine Scheibe abschneiden könnten: Kein Buch, aber ein Designer, der öfter mal eingesetzt werden könnte: Levente Szabó. Er illustriert Klassiker neu, auf eine sehr tolle Weise.

Ein anderes Produkt, von dessen Gestaltung/Cover/Design sich Verlage eine Scheibe abschneiden könnten: Erinnert ihr euch an das Design aller Sachen auf der Insel in der Serie „Lost“? Stellt euch einen Buchladen vor, wie sie heute so sind, und mittendrin ein Buch, welches so minimalistisch gestaltet ist.

Das netteste Presseteam / die schönste Erfahrung mit einem Verlag: Vor fünf Jahren hatte ich mal die Freude, mit den Leuten vom Argon Verlag zu arbeiten, das war wirklich wunderbar.  Und bis heute sind die Leute supernett, wenn ich sie treffe. Tatsächlich hatte ich aber bisher mit keinem Presseteam von Verlagen schlechte Erfahrungen gemacht. Immer auf Augenhöhe.

Autor*innen, die tolle Inhalte auf Facebook und Twitter posten: Neil Gaiman, Cory Doctorow, Andreas Eschbach.

mein erfolgreichster Text/Beitrag: Der richtige Zeitpunkt, um mit dem Helfen aufzuhören.

ein Text/Beitrag von mir, der wenig Beachtung fand, aber mehr Beachtung verdient: Da kann ich nicht nur einen nennen. Mit vielen älteren Artikeln geht es mir so, dass ich immer wieder an sie denken muss und immer noch der Meinung bin, dass sie wichtig sind und ich meine Einstellung zu dieser Sache damals nicht geändert habe, aber das leider kaum aufgenommen wurde.

eine Frage, die diesem Fragebogen fehlt: Zweifelst du an deinem Tun? Und wann sind die Momente, an denen du mit dem bloggen aufhören willst?

Danke, Stefan. Wer will, darf sie natürlich ebenso beantworten. Viel Spaß!

 

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