Das Gedicht Bruce Lee ist in den Tagen auf dem Kaunerberg entstanden. Ich hatte der Truppe am Abend zuvor einige meiner Texte dargeboten und auf dem Weg am Wasserlauf den Berg hinauf meint Jan zu mir:

Schreib doch mal einen Text über Wasser.

Ich nicke und meine, ich versuch’s gerne mal.

Den Rest des Tages verbringe ich also damit, mir Gedanken über Wasser zu machen. Nicht das erste Mal. Auf fast jedem Festival, mache ich mir Gedanken darüber, wie krass Wasser eigentlich ist. Und ein anderer Freund, mit dem ich oft auf Festivals unterwegs war, sagte dann immer: Be Water my friend.

Wenn dieser Schlagabtausch in der Nähe eines Rechners stattfand, sahen wir uns danach jedesmal Teile des Lost Interviews an, besonders diesen hier:

An dieses erinnere ich mich, Erinnerungen und Gedanken vermischen sich  und daraus entstehen dann die ersten Textzeilen:

“Wasser ist ein krasses Element” sage ich,
als wir nach Tagen des Wanderns in luftarmen Höhen endlich wieder auf eine Quelle stossen und uns daran laben.
Er nickt und sagt: “Bruce Lee sagt: Be water my friend.”
und trinkt.

im Laufe des Tages fallen mir noch mehr Beispiele für Wasser ein, manche fließen (;)) in das Gedicht andere passen dann doch nicht ganz, beispielsweise der Blick aus dem Fenster in den strömenden Regen, in dem die Kinder in Pfützen herumplantschen.

Aus dem Handbuch des Kriegers des Lichts von Paolo Coelho:

„Ein Krieger des Lichts verhält sich manchmal wie Wasser und schlängelt sich zwischen den Hindernissen hindurch, auf die er trifft.

Es gibt Augenblicke, in denen bedeutet Widerstand bieten, zerstört zu werden. Darum passt er sich den Gegebenheiten an. Er nimmt, ohne zu murren, hin, dass die Steine des Weges ihn durch die Berge führen.

Darin liegt die Kraft des Wassers: Kein Hammer kann es zertrümmern und kein Messer es schneiden. Selbst das mächtigste Schwert der Welt vermag nicht einmal, seine Oberfläche zu ritzen.

Ein Fluss passt sich dem Weg an, der möglich ist, vergisst aber nie sein Ziel, das Meer. zart an der Quelle, schwillt er, durch die Flüsse gespeist, auf die er unterwegs trifft, stetig an.
Bis von einem bestimmten Punkt an seine Macht allumfassend ist.“

Derzeit ist das die Bedeutung, die für mich in dem Spruch „Be water my friend“ liegt.

be water my friend – faby

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