Die Stuttgarter Stadtbibliothek hat die wunderbare Reihe Secondo, in der Autorïnnen aus ihrem zweiten Buch lesen und darüber reden.

In der Reihe Secondo geht es um das schwierige zweite Buch. Für die Vorbereitung des Debütromans ist oft ein halbes Leben Zeit. Der zweite Roman entsteht dann unter erheblich mehr Zeit- und Erfolgsdruck. Caroline Grafe […] spricht mit Autorinnen und Autoren über ihre oft unterschätzten Zweitwerke.

Mareike Fallwickl legt mit Das Licht ist hier viel heller ihr zweites literarisches Buch vor, alternder weißer Mann und Ex-Bestsellerautor, der sich mit dem Erwachsenwerden seiner Tochter arrangieren muss und die Post seines Vormieters liest, nein, konsumiert.

Mareike ist auch Autorin, Texterin und Buchbloggerin, und zusätzlich Österreicherin. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, aber sie hat ihre Schlagfertigkeit mit einem leichten österreichischen Akzent und eine sehr angenehme Art, sich selbst und das ganze Ding mit dem Bücher schreiben nicht zu ernst zu nehmen. Was es ziemlich unterhaltsam macht, ihr zuzuhören.

Ihr Vorbuch (Dunkelgrün fast schwarz) hat seine erfolgreichen Kreise gezogen und das Café LesBar im obersten Stockwerk der Stadtbibliothek ist ziemlich gut gefüllt an diesem Mittwoch.

Caroline Grafe hat bei Mareike eigentlich gar nichts zu tun, weil Mareike gut allein zu unterhalten weiß. Sie hält sich zurück, ist aber in den richtigen Momenten da, um Fragen zu stellen und Themen oder die nächste Lesung einzuleiten.

Komisch eigentlich, dass wir solche Abende immer noch Lesung nennen, weil der Teil mit der Lesung besonders bei Menschen wie Mareike der (in Ermangelung eines besseren Wortes) langweiligste ist. Im Dialog mit Caroline und in den Anekdoten über die Entstung des Buches habe ich den meisten Spaß und liebe es, Mareike dabei zuzusehen, wie sie Spaß hat.

Hier ist das Veranstaltungskonzept besonders stark: Was passiert wirklich nach dem ersten Buch, wie gehen Menschen mit Erwartungen und Kritiken und dem Schreiben per se um? Vielleicht nur, weil ich selber schreibe, aber den Teil mag ich am liebsten.

Bis knapp 90 Minuten zu schnell vorbei sind, noch ein paar Publikumsfragen beantwortet und eine ganze Schlange an Büchern signiert werden.

90 Minuten, in denen wir viel über Mareike und ihr Arbeiten lernen, ihre Art kennenlernen und das Buch zumindest bis Seite 38. Den Rest dürfen wir selbst entdecken. Wie schön!

Das Licht ist hier viel heller von Mareike Fallwickl erschien bei der Frankfurter Verlagsansstalt. Das nächste Mal bei Secondo: Isabel Bogdan mit Laufen.

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