Wie letztes Jahr: Über Freunde, die über keine sozialen Netzwerke verfügen, kam diese Liste. Ich beantworte sie für sie, für euch und für mich. Wer mitmachen will, ist eingeladen.

Das beste Buch / die besten Bücher im Jahr 2019 gelesen:

– Multiple Choice von Alejandro Zambra (Suhrkamp). Lange kein Buch mehr gehabt, mit dem ich mich so sehr beschäftigt habe und gleichzeitig mich mit mir beschäftigt habe.

– Miami Punk von Juan S. Guse (S. Fischer). Ähnlicher Ritt wie DFW und Joshua Cohen, anstrengend, aber geil.

– Tiere Essen von Jonathan Safran Foer (KiWi). Doch anders, als gedacht. Und immer noch sehr wichtig und prägend.

– The Electric State von Simon Stålenhag (Fischer Tor). Ein grandioses Parallelunversum, das Stålenhag da schreibt und malt.

Die besten Stellen:

Hör nicht auf mich, lieber Sohn, hör nicht auf mich. Ich hoffe, die Zeit wird in deiner Erinnerung einen Schleier über meine Schreie breiten, über meine Entgleisungen, meine öden Witze. Ich hoffe, die Zeit löscht fast alle meine Worte aus und bewahrt nur das warme sachte Murmeln der Liebe.

Multiple Choice  – Alejandro Zambra

Ihr Haar war noch feucht vom Duschen, und ohne Make-up war ihr Teint blass und glatt. Es war ein entspanntes Gesicht, das vertrauteste der Welt, das Gesicht am Küchentisch im Zentrum seines Lebens.

Das Licht – T.C. Boyle


Ich lehnte am Fenster, wir redeten über Allfälliges. Mehr passierte nicht. Und ich weiß, es sind ereignisreichere Geschichten von der Liebe erzählt worden, und doch bestehe ich darauf, dass meine Geschichte eine der schönsten ist. Nimm es oder lass es.

Unter der Drachenwand – Arno Geiger


Der ganze Blog über die besten Stellen: was übrig bleibt.

Größte literarische Enttäuschung des Jahres:

– Unter der Drachenwand von Arno Geiger

– Miroloi von Karen Köhler

– Das Licht von T.C. Boyle


Alle drei nicht schlecht, alle drei mit ihren Stärken. Aber bei weitem nicht so, wie ich es jeweils erwartet hatte.


Bücher, auf die man sich 2020 freut:

Ich bin noch lange nicht durch mit den Büchern, die hier noch liegen, als dass ich mich schon um ein kommendes Programm kümmern könnte.

Bester Film:

Ich habe zwar viel gesehen und in diesem Moment ist nichts im Kopf. Sowieso war das mehr ein Jahr der Serien. Und, dank einer kleinen Gruppe bei Facebook, ein Jahr der Dokus.

Beste Serie:

Ich mochte ganz viel. This is us Staffel 3, Sex Education, Die ersten drei Staffeln American Horror Story, The Mandolorian und His Mortal Instruments. Und vieles vieles mehr.

Bestes Konzert:

Amanda Palmer im Theaterhaus in Stuttgart. Sehr eindrücklich schmerzhaftes Erlebnis.

Bestes Album:

Hej Google, spiel Musik.

Bestes Lied/Stück:

Hej Google, spiel Musik.

Beste*r Musiker*in:

Hej Google, spiel Musik.

Der eigene Höhepunkt 2019:

Die Entscheidung, 2020 nach Hamburg zu gehen. Zu realisieren, dass das, was ich mache, nicht nur funktioniert, sondern mir auch sehr viel Spaß macht. Ein Ding auf meiner Bucketlist abstreichen: meinen 29 Jahre alten Fiat wieder aus der Garage holen und fit machen. Der Anruf meines Agenten, dass es da einen Verlag gibt, der mein Buch will.

Der eigene Tiefpunkt 2019:

Während der Serienschule bei der UFA zwar extrem viel zu lernen, aber zu realisieren, dass es nicht das ist, was ich machen will. Und für rund vier Monate nicht ins alte Leben zurückzukommen. Da waren ziemlich viel Zweifel im Spiel. Aber die Höhepunkte machen das mehr als wett.

Das Jahr zusammengefasst:

Nicht nur das immer zugrundeliegende Gefühl zu haben, dass schon alles gut wird. Sondern in vielen Moment eine greifbare Bestätigung dessen.


Der peinlichste Moment:

– Auf der Bühne des Goethe-Institut in Bukarest zu realisieren, dass mein Englisch nicht so gut ist, wie ich dachte.

– Bei einem Workshop „Vorlesen lernen für Autorïnnen“ provokant zu fragen, „Warum seid ihr hier? Ihr könnt doch alle lesen.“ Und die erste Person, die streckt, sagt, sie habe Legasthenie.

Ein unentdecktes Talent, das endlich entdeckt wurde:

Keine Ahnung.

Die ersten Male:

– Relativ regelmäßig meditieren. Per Headspace. Stand heute Morgen: 83 Tage in Folge.

– Weiter in den Osten kommen als Polen: Zwei Wochen Rumänien im Wohnmobil.

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