Man hat mir die Hände auf dem Rücken verbunden.

Der erste Satz aus Vater Unser

Eva wird in einem Polizeiwagen in die Psychiatrie gebracht und von Anfang an ist klar, dass ich Eva nicht alles glauben kann. Sie erzählt ihre Version einer Wahrheit, schnoddrig kommentiert und inkonsequent, sodass ich mit ihr auf die Reise gehen und um jedes Stück Wahrheit ringen muss.

Anfangs bin ich von dieser Erzählweise, diesem Spiel ziemlich begeistert und folge Angela Lehner durch ihren Roman, versuche Wahrheit von Wahn zu unterscheiden und mich immer tiefer in ihrer Familiengeschichte zu verstricken. Aber leider ging das Buch für mich nicht darüber hinaus. Irgendwann konnte mich die Sprache allein nicht halten und die Geschichte dahinter (wie ich sie gesehen habe) hat mich nicht genügend gepackt.

Als dann am Ende die Wahrheit einigermaßen klar auslag, hatte ich sie schon so lange geahnt, dass sie mich nicht mehr berührt hat, wie es die Sprache am Anfang gemacht hat.

Angela Lehner hat mit ihrem Debüt eindrücklich gezeigt, wie schön sie erzählen und mit Worten umgehen kann. Beim nächsten Buch freue ich mich auf eine ebenso starke Geschichte.

Vater Unser von Angela Lehner erschien bei Hanser. Der Verlag hat mir im Rahmen meiner Juryarbeit für Das Debüt 2019 ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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