Jeden Morgen fängt Rosa am Flussufer
Nebel mit ihrem Schmetterlingsnetz.

Der erste Satz aus Die Schneiderin des Nebels.

Rosa schafft Kunst aus Vergänglichkeit, verarbeitet Nebel zu Stoffen, mit denen Menschen negative Dinge verdecken können. Bis sie irgendwann ein Brief erreicht.

Mixtvision erzählt schon länger großartige Geschichten und beschränkt sich nicht nur auf Bücher. Und das Team de Lestrade/Docampo hat eine meiner liebsten Geschichten erzählt, „Die große Wörterfabrik„. Jetzt also die Schneiderin des Nebels. Waren es bei der Wörterfabrik schon wunderschöne Illustrationen in einem wertigen Buch, legt Mixtvision hier nochmal einen drauf: Zum Teil stehen Bilder und Text auf transparentem Papier und der Effekt von Nebel über der Geschichte ist sehr schön in das Medium Buch gebracht. Allein dafür lohnt es sich, durch die Seiten zu blättern.

Dazu kommt dann diese kurze Geschichte, deren Lücken mehr erzählen, als der Text selbst. Einerseits Metapher, andererseits Märchen, das wir mit unseren eigenen Erfahrungen ausfüllen können. Das ist schön, lässt aber auch streitbare Fragen offen. Und ist – wie User:in Sternchenblau auf mojoreads schon anmerkt – mehr ein Bilderbuch für Erwachsene, als ein Kinderbuch.

Dennoch: ist ein wunderschön gemachtes Buch mit einer herzwarmen Geschichte.

Die Schneiderin des Nebels von Agnès de Lestrade, illustriert von Valeria Docampo, wurde übersetzt von Anna Taube und erschien bei mixtvistion.

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