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Equipment für’s Unterwegs sein: Der pinqponq Cubiq Large DLX Rucksack

Seit einiger Zeit mache ich mir Gedanken über das beste Equipment für’s Unterwegs sein. Einer der wichtigsten Gegenstände beim Unterwegs sein ist der Rucksack. Muss er doch alles aufnehmen. Und eigentlich sollte an dieser Stelle die Historie meiner Rucksäcke stehen, die ich im Lauf meines Lebens hatte und nach welchen Entscheidungen die jeweils nächsten Rucksäcke kamen. Weil das aber so lang wurde, wurde daraus ein eigener Post. Wo dieser endet, fängt dieser an.

Im Laufe meiner Rucksäcke haben sich gewisse Must-Haves herausgebildet, Sachen, die ein Rucksack für mich haben muss:

  • Er muss groß genug sein. Ich bin oft über weite Strecken unterwegs, genauso auch oft über mehrere Tage. Mein Rucksack ist fast immer voll mit Sachen. Deshalb brauche ich genug Platz, auch wenn ich mit wirklich minimaler Ausrüstung auskomme. Aber gleichzeitig:
  • Er muss dennoch kompakt sein. Ich halte nichts davon, mehrere Rucksäcke zu haben, für verschiedene Einsätze einen. Ich will einen haben, den ich immer dabei habe. Er muss also viel Platz haben, aber darf kein Rucksack sein, den ich nicht einfach so überall mitnehmen kann. Ein wenig paradox, ich weiß.
  • Die unterschiedlichen Inhalte müssen gut erreichbar sein. Ich will ebensogut an das Notebook rankommen, das nah am Rückenpolster liegt, wie ich an das Ladegerät rankommen will, das aus irgendeinem Grund immer nach unten rutscht.
  • Er muss ein äußeres Fach für eine Trinkflasche haben. Die Flasche nutze ich sehr oft. Ich will dafür nicht den Rucksack absetzen und öffnen müssen.
  • Er muss mindestens ein weiteres separates Fach für den Geldbeutel haben. Ich will ebenso schnell an den Geldbeutel kommen. Und öfter noch: Ich will mit einem Griff feststellen können, ob er noch da ist.
  • Er muss wasserdicht sein. Ich schreibe. Entweder mit Tinte auf Papier oder auf Computern. Beides verträgt sich nicht mit Wasser. Für meinen letzten Rucksack habe ich extra eine Hülle gekauft. Aber das ist ganz schön stressig.
  • Er muss bequem sein. Ich trage den Rucksack oft und viel. Schön und gut, wenn er gut aussieht. Ist mir aber bei weitem nicht so wichtig, wie sein Tragekomfort.

Ich nähere mich mit jedem Rucksack an diese Liste an. Der letzte, ein Jansport Watchtower war schon nah dran. Aber einerseits war er nicht wasserdicht, andererseits kommt man immer echt schlecht an dieses Ladegerät, das immer nach unten rutscht. Dafür muss ich den gesamten Rucksack ausräumen. Kennt ihr das? Ihr sitzt in der Bahn und drückt dem Freund neben euch den halben Inhalt in die Hand, „Halt mal kurz“, um an dieses eine Ding ganz unten zu kommen. Ärgerlich.

Und dann habe ich den Cubiq Large DLX von pinqponq entdeckt. Ich kannte die Firma nicht und habe auch diesen Rucksack noch nie gesehen, obwohl ich ja aktiv nach dem noch besseren Rucksack Ausschau halte. Das Team bei pinqponq ist superfreundlich, sie haben mir einen ihrer Cubiq Large zur Verfügung gestellt, damit ich ihn ausführlich testen kann. Der Cubiq Large ist einer von mittlerweile neun verschiedenen Modellen, die pinqponq anbietet, von Handtaschen über Rucksäcke bis hin zu großen Sporttaschen bekommt man alles. Übrigens, pinqponq ist eine junge Firma, die in Köln sitzt. Seit 2014 produzieren die Mädels und Jungs Taschen und Rucksäcke, mit dem Anspruch, sie nicht nicht nur funktional, sondern auch schön und nachhaltig zu machen.

Wir finden es wichtig, dass wir nichts auf Kosten der Welt und Anderer tun. Unsere Produkte sind daher aus 100% PET-recycleten Stoffen und unsere Produzenten bewusst, aufgrund ihrer sozialen Kriterien und ihrer hoher Produktionssicherheit, hin ausgewählt.

Damit glauben wir, euch und uns das Leben verschönern und erleichtern zu können.

Die about-Seite von pinqponq

Gräbt man ein wenig im Impressum, kommt raus, dass pinqponq eine von sieben Unterfirmen der Firma fond of bags ist, die quasi Rucksäcke und Taschen für jede Zielgruppe anbieten und für jede Zielgruppe gibt es eine eigene Marke. pinqponq zielt auf den urbanen, nachhaltigen und irgendwo auch hippen Menschen, zu denen ich dann wohl auch gehöre.

Der erste Unterschied zu meinen anderen Rucksäcken war schon das Paket, in dem er kam, ein Umzugskarton. Im Gegensatz zu meinen anderen Rucksäcken ist der Cubiq so starr, dass er auch im leeren Zustand nicht zusammenfällt. Also muss die Verpackung genauso groß sein. Als ich ihn dann auspacke und den Leuten um mich herum zeige, ist die erste Reaktion von fast allen, „Boah, ist der schön.“ Das stand nie auf meiner Liste und ich habe eine ziemlich schwache Ausprägung für Ästhetik, aber der Rucksack ist wirklich schön. nicht nur von seinen Farben, sondern auch, wie er dasteht. Man sieht ihn gerne an.

Aber mir geht es um die inneren Werte, also wird flott umgepackt. Was mir in diesem Moment schwant und die Zahlen dann bestätigen, obwohl er einigermaßen massiv und groß daherkommt, ist er volumenmäßig sogar kleiner, als mein Vorgänger. Der Jansport hat ein Volumen von 29 Litern, der Cubiq Large fasst „nur“ 24 Liter. Für einen Moment war ich mir nicht sicher, ob ich nicht doch den noch größeren Bruder hätte nehmen sollen, den Cubiq T-Rex. Wie sich diese Sorge erledigt, dazu kommen wir noch.

Erstmal ein paar Fakten zu der Cubiq Serie und den verschiedenen Modellen. Derzeit bietet pinqponq zwei Serien an, die Sleeq und die Cubiq. Während die Sleex nahe an das kommen, was man gemeinhin als Rucksäcke kennt, bieten die Cubiq eine recht eckige Form und eben diese geniale Möglichkeit, den Rucksack fast komplett zu öffnen. Es gibt auch noch eine Sporttasche, eine Handtasche und eine Schultertasche, aber ich bin vor allem von den Rucksäcken begeistert. Diesen gibt es in Small (Klein), Large (Groß) und T-Rex (Riesig) und jeweils in vielen fancy Farben. Den Small und den Large gibt es dann noch in der DLX-Version. DLX steht für Deluxe und bedeutet, der Rucksack an ein paar Stellen Verstärkungen aus Leder und Metall. Der Cubiq Large DLX in Grau steht neben mir.

Es gibt ein großes Hauptfach, darin ein Laptopfach für Laptops bis 15″. Am Laptopfach sind zwei schmalere Fächer, die Blätter und Hefte im DIN A4 Format aufnehmen, oder auch noch ein Tablet, ohne dass man mit dem Laptop ins Gehege kommt. Dann gibt es auch noch eine innere und ein äußere Fronttasche plus ein paar kleinere Fächer und Stiftschlaufen. An der linken Seite ist ein offenes Fach, perfekt für eine Flasche, auf der rechten Seite ein Fach mit Reisverschluss, das man gut für Geldbeutel nutzen kann. Ganz vorne gibt es zwei Schlaufen, für Skateboards beispielsweise. Und dann, ganz unten, ein extra Bodenfach, an das man auch nur von unten gelangen kann. Laut Webseite für Kabel und Ladegeräte.

Ansonsten hat der Rucksack sowohl vorne, als auch hinten kleine Reflektorstreifen und am Boden eine Plastikverstärkung, damit der Rucksack fast immer auch von allein stehen bleibt.

Auf dem Waschzettel im Inneren des Rucksacks steht übrigens unter anderem „100% Polyester“ und „Made in Vietnam“, was zwar in einer Art die Wahrheit ist, aber ein schlechteres Licht auf die Sache wirft, als es sollte. Denn die 100% Polyester sind zu 100% recycelte PET-Flaschen. Und zwar wird in Vietnam produziert, aber nicht irgendwo:

Wir haben uns ganz bewusst für Vietnam und unsere dortigen Produzenten entschieden. Denn sie schaffen Arbeitsbedingungen, die die vorgegebenen gesetzlichen Standards sogar übertreffen: Geregelte Arbeitszeiten, regelmäßig eingeplante Pausen, ein eigener Fußballplatz sowie eine Betriebskantine gehören zum Arbeitsalltag bei unseren Produzenten dazu.

Über die Produktion.

Fred aus dem fond of bags-Team sagte mir, demnächst gibt es einen Relaunch der Seite (Siehe Nachtrag vom 12.11.15 am Ende des Artikels) und einen ersten Vor-Ort-Bericht aus Vietnam, damit wir nicht nur das Wort haben, dass es dort mit guten Dingen zugeht.

Jetzt habe ich den Rucksack ein paar Wochen in Benutzung und habe so ziemlich alles mit dem Rucksack gemacht, was ich mit Rucksäcken so mache. Hab‘ ihn mit nach Polen genommen, war auf Festivals und bin durch heftigen Regenschauer gelaufen und ich bin ziemlich zufrieden mit dem Cubiq Large.

Ich habe bisher keinen besseren Rucksack für meine Bedürfnisse gefunden. Durch die Reißverschlüsse komme ich sowohl an meine Dokumente und den Laptop, aber auch an die Sachen, die tiefer im Rucksack sind. Und das krasse ist, selbst wenn er volumenmäßig kleiner ist, als der Jansport, kann ich diesen hier dadurch, dass ich ihn ganz öffnen kann, besser packen! Zusätzlich ist er bisher tatsächlich wasserdicht, was durch den Regen laufen wieder um einiges spaßiger macht. Ziemlich nützlich ist auch das untere Fach, dort habe ich mein Notizbuch und Sachen, die sonst irgendwo im großen Fach versinken.

Aber es gibt auch ein paar Sachen, die noch besser sein könnten. Bis auf die Seitentasche für Geldbeutel und für die Flasche nutze ich die Extrafächer nicht. Die Reißverschlüsse sind schon im Normalzustand sehr straff und durch die Nähung schwer zu öffnen, sobald aber ein wenig mehr Zeug im Hauptfach ist, kann man den Inhalt der kleinen Taschen kaum entnehmen. Dazu kommt, dass die Fächer an der Front ganz komisch mit dem Öffnungssystem kollidieren. Wenn in den Fächern etwas drin ist, kann man den Rucksack nicht mehr ganz öffnen, weil das dagegen spannt. Und dann noch Kritik auf höchstem Niveau: Das Seitenfach für die Flasche an der Seite ist nicht ganz so tief, wie es sein könnte. Ich habe immer wieder Angst, dass mir die Flasche irgendwann rausrutscht. Und der Tragegriff fällt immer wieder zwischen den Rücken und den Rucksack. Kennt ihr das Gefühl, wenn die Kapuze zwischen Rucksack und Rücken klemmt? So fühlt sich das dann an. Kann immer schnell beheben, indem man den Tragegriff da rausholt, nervt aber dennoch.

Wie mit vielen Sachen gewöhnt man sich an die Sachen, die nicht funktionieren. Ich brauche die Extrafächer nicht. Und die Stiftfächer habe ich noch nie verwendet. Alles in Allem ist der Cubiq Large trotzdem der beste Rucksack, den ich bisher hatte. Er ist bequem, sieht gut aus und erfüllt seine Aufgabe bisher besser, als jeder andere Rucksack. Und da bald eine neue Kollektion rauskommt, habe ich Hoffnung, dass diese Kinderkrankheiten ausgemerzt sein könnten.

Danke an das Team von pinqponq für den zur Verfügung gestellten Rucksack. Habt ihr noch Fragen? Demnächst gibt es noch ein Interview mit dem Team und ich nehme eure Fragen gerne mit.

Nachtrag 12.11.15:

Wie angekündigt hat pinqponq ihre Seite neu gemacht hat und auf das Modelljahr 2016 eingestellt hat. Dabei ist alles noch bunter geworden, als es vorher noch war. Und auch die Produkte sind neu. Cubiq heißt nun Cubik und es scheint, ich bin nicht der Einzige, der die angesprochenen Probleme mit dem Cubiq hatte, denn der Cubik ist nun in vielen Punkten genau dort nachgebessert worden: Die Fächer an der Front sind verschwunden, die Stiftschlaufen im Inneren auch.

Die Infoseiten sind von der pinqpong-Seite zur FOND OF BAGS Seite gewandert, dort ist auch der Film über den Besuch der Produktionsstätten in Vietnam zu finden.

 

 

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