Buch: Inferno von Dan Brown

Der Satz von Inferno:

Ich bin der Schatten.

Das also ist der neue Roman von Dan Brown. Seit dem Verlorenem Symbol von 2009 haben wir weder einen Film, noch ein Buch von Dan Brown bekommen. Und jetzt Inferno. Ich muss sagen, das Medienecho war diesmal um einiges kleiner, als beim letzten Buch. Dennoch scheint das dem Erfolg keinen Abbruch zu tun. Der Roman ist direkt auf Platz 1 der Charts eingestiegen. Aber zu Recht?

Zuallererstmal muss ich sagen, bei dem Buch wurde produktionstechnisch vieles sehr viel besser gemacht. Seit dem verlorenem Symbol übernimmt Lübbe, der deutsche Verlag, die englischen Titel direkt. Dass es diesmal tatsächlich auch im englischen ein Einworttitel ist, kommt der Serie im deutschen ja sehr zu Gute. Des weiteren wurde viel mehr Liebe und Sorgfalt in die Übersetzung und Produktion des Hörbuches gesteckt. Während beim letzten Buch sechs Übersetzer den Text in 10 Tagen zusammenstückelten, wurde Inferno, in einem italienischen Bunker, von Axel Merz und Rainer Schumacher übersetzt. Beide waren damals schon beim letzten Buch dabei.

Hauptfigur des Buches ist wieder der Symbolforscher Robert Langdon. Das Schema ist wie in allen Romanen von Dan Brown wieder ähnlich, aber diesmal wird die Struktur ein wenig durcheinandergebracht. Wir folgen einem Robert Langdon mit Gedächnisverlust, der Dank Dantes Inferno eine Jagd auf eine Bedrohung für die gesamte Welt macht. Natürlich hat er eine schöne junge Frau an seiner Seite und seine Platzangst spielt auch wieder eine Rolle. Und natürlich gibt es ein paar unerwartete Wendungen.

Während des Lesens habe ich mir überlegt: Wenn ein Bösewicht eine Sache entwickelt, mit der er der Welt Schaden zufügen will, warum legt er dann eine verschlüsselte Spur, damit das verhindert werden kann? Aber, tatsächlich wird dies am Ende aufgelöst.

Wie alle anderen seiner Romane auch liest man ihn am besten mit der aufgeschlagenen Wikipedia neben einem, denn man möchte die ganze Zeit die beschriebenen Gemälde und Gebäude und Fakten nachschlagen. Man bekommt wieder jede Menge Wissen und Interessantes mit und tatsächlich ist man wieder nach kurzer Zeit gefesselt von der Geschichte und liest dieses rund 700 Seiten dicke Buch extrem schnell durch. Und wenn man dann durch ist, dann denkt man über die Themen auch noch eine Weile nach.

Wenn es darum geht, zu unterhalten und gleichzeitig zu informieren, dann schafft Dan Brown das wieder. Aber unglaublich begeistert bin ich dann doch nicht.

Inferno von Dan Brown wurde Übersetzt von Axel Merz und Rainer Schuhmacher und erschien bei Lübbe. Das Hörbuchwurde gelesen von Wolfgang Pampel.

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2 Gedanken zu „Buch: Inferno von Dan Brown“

  1. „Wie alle anderen seiner Romane auch liest man ihn am besten mit der aufgeschlagenen Wikipedia neben einem, denn man möchte die ganze Zeit die beschriebenen Gemälde und Gebäude und Fakten nachschlagen.“

    Sehr genial… Ich finde eine sehr schöne und vor allem so kurz und prägnante Rezension. Ich bin begeistert… Und auch wenn ich das Buch habe, habe ich’s sozusagen ungelesen verliehen. Jetzt freue ich mich aber sehr darauf es wiederzubekommen und reinzuschmökern…

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